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Thomas Maurer - 25.10.2006

Am 25.10.2006 gastierte Thomas Maurer mit seinem Programm 'Menschenfreund' in Bruck/Leitha. In über 2 Stunden Spielzeit präsentierte er dem Publikum im völlig ausverkauften Stadttheater sein mittlerweile 11. Soloprogramm, das sich ganz dem Gegensatz 'gut sein' und es andererseits 'gut haben' widmet.

Thomas Maurer beschreibt anhand seiner eigenen Person die Spannungen zwischen real existierenden Materialismus und seiner alternativen, revolutionären Gesinnung. Seine Gutmensch-Attitüde geht ihm spätestens beim regelmäßigen Erwerb des 'Augustin' auf die Nerven. 'Wie fühlt sich das wohl an - viel zu verkaufen von einem Druckwerk, das keiner liest? Sollt man mal die Jelinek fragen...' Und nach dem Erwerb einer Immobilie muss er feststellen: 'Ein eigenes Haus ist schon ein bisschen sehr extrem nicht-links. Da könnten wir eigentlich gleich heiraten.' Auch die Eltern seiner Lebensgefährtin Iris kommen vor, die aus der 68er Generation stammen, Gründungs-Grüne sind, und mit Aktien für alternative Energie-Technologien zu Wohlstand gekommen sind.
Mit vielen gesellschaftspolitischen Gegebenheiten und gutbürgerlichen Symptomen, die ihm einst ein Dorn im Auge waren, hat sich der Vorzeige-Linke arrangiert. Oder zumindest abgefunden.
Inwieweit die Bühnengestalt 'Thomas Maurer' nun von dem leibhaftigen Kabarettisten abweicht, ist nebensächlich. Schließlich geht es um die grundsätzliche Geisteshaltung.

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